Eröffnungsgottesdienst des Weltjugendtages
(Weltjugendtag gGmbH, mle)
Wenn die bunten Fahnen wehen – dann ist der Weltjugendtag auch offiziell eingeläutet. Jugendliche mit Flaggen aller teilnehmenden Nationen zogen am späten Dienstagnachmittag in die LTUarena. In dem Düsseldorfer Stadion begann damit parallel zur Veranstaltung in Köln der Eröffnungsgottesdienst mit Kardinal Karl Lehmann. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz hieß 51.000 Pilger (20.000 weitere hatten keinen Platz mehr bekommen) als „liebe junge Freunde aus der ganzen Welt“ willkommen.
„Wir sind nicht nur aus eigenem Antrieb hierher gekommen. Hinter der Einladung durch den verstorbenen Papst Johannes Paul II. steht der Dreifaltige Gott“, führte Lehmann den Pilgern zu Beginn vor Augen. Mit Lehmann zelebrierten die Erzbischöfe aus Havana/Kuba, Bombay/Indien, Melbourne/Australien und Madagaskar die Messe.
Der Kardinal beschied, warum sich in dieser Woche so viele junge Menschen auf den Weg gemacht haben. „Man möchte die Welt, ja andere Verhältnisse kennen lernen. Vielleicht entdeckt man auch andere Lebensmodelle und Erfahrungen in anderen Ländern, die einem selbst weiterhelfen können.“ Neugierde werde dabei nicht fehlen, so der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz. „Im Übrigen war dies gewiss auch schon im Wallfahrtswesen der Jahrhunderte und Jahrtausende durchaus ähnlich“.
Dennoch gebe es einen wichtigeren Grund, der Menschen dazu bringe, sich auf den Weg zu machen: der „Ruf Gottes“. Ihn könne man daran erkennen, „dass er uns aus der Masse, wo wir uns eher verstecken können“ herausreißt, so der Kardinal. Ein oft unbequemer Weg also, auf den Gott ruft. Wer dem folge, solle damit nicht „einfach der privaten Erbauung oder nur dem individuellen geistlichen Verlangen“ nacheifern. Der Ruf Gottes „stellt uns immer an einen bestimmten Platz. Viele Berufungsgeschichten in der Bibel zeigen das“, erklärte Lehmann und nannte Samuel, Petrus und die Heiligen Drei Könige als Beispiele. „Darauf kommt es an: unablässig und leidenschaftlich auf einen Stern zuzugehen. Jesus ist der Stern unseres Lebens, der Morgenstern und der Abendstern, am Anfang und am Ende. Gehen auch wir mit diesem Stern heute und morgen zu unseren vielen Schwestern und Brüdern nach Köln und von dort aus dann verwandelt, froh und mutig wieder in unsere Heimat“, schloss Kardinal Lehmann seine Predigt.
Zur Gabenbereitung brachten Jugendliche allerlei Symbole zum Altar. Mit dabei: Bier „als Zeichen für die Früchte des Feldes, die den Menschen als Nahrung dienen und bei Feiern erfreuen“. Eine Narrenkappe sollte die rheinische Lebensfreude versinnbildlichen. Und Rosen wurden als nicht-materielles Symbol für die Zeit und die Hingabe für Gott dargebracht.
Wenig später sahen die Arena-Besucher Sterne. Viele hatten die Symbole wie abgemacht mitgebracht und tauschten sie nun als Friedensgruß. Da wurde es richtig fröhlich-laut in der Messe. „Ich wünsche Euch in diesen Tagen hier viel Freude und viel Frieden“, gab Kardinal Lehmann den Pilgern beim Schlusssegen mit auf den Weg. Und der führte nahtlos weiter zur großen Willkommensfete in der LTU-Arena.
Text und Fotos: WJT gGmbH
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